Papst Franziskus

                                            
Viva il Papa

 

Beten wir für unseren Heiligen Vater der sich aufgemacht hat in das Krisengebiet von Myanmar zu fahren, um den Menschen den Glauben an Frieden zusenden!

 

 

 

 

 

 

Generalaudienz

Um die Hoffnung, die die Taufe für den Christenmenschen birgt, ging es bei der ersten Generalaudienz nach der Sommerpause, in der Papst Franziskus seine Katechesenreihe über die Hoffnung fortführte. Sichtlich gut gelaunt absolvierte Papst Franziskus in der klimatisierten Audienzhalle seine erste öffentliche Begegnung mit Pilgern aus aller Welt, es war die erste Audienz nach einem Monat Auszeit, zuvor hatte der Papst in einem gesonderten Empfangsraum noch die Fußballer von Borussia Mönchengladbach getroffen.
Franziskus erinnerte in seiner Katechese an die Riten, die seit den Anfangstagen des Christentums mit der Taufe, aber auch elementar mit dem Glauben selbst verbunden sind. „Es gab eine Zeit“, so der Papst, „in der die Kirchen gen Osten ausgerichtet waren. Man betrat das Heilige Gebäude durch eine Pforte, die nach Westen geöffnet war und, wenn man die Kirche durchschritt, schritt man in Richtung Osten. Das war ein wichtiges Symbol für den antiken Menschen, eine Allegorie, die im Lauf der Zeit immer mehr verloren ging.“
Ausrichtung der Apsis nach Osten
Doch warum spielt die Ausrichtung nach Osten eine solch große Rolle? „Der Westen", so fuhr der Papst fort, „ist der Ort, an dem die Sonne untergeht, an dem das Licht stirbt. Der Osten hingegen ist der Ort, an dem die Schatten durch das erste Licht des Sonnenaufgangs besiegt werden und der uns an Christus erinnert, die Sonne, die von oben herab am Horizont der Welt aufgegangen ist.“
Auch der Ausrichtung des Täuflings kam zentrale Bedeutung zu
Auch beim Ritus der Taufe, so betonte der Papst, spielte die Ausrichtung des Täuflings traditionell eine zentrale Rolle. Denn die Absage an Satana geschah gen Westen, während die Bejahung des christlichen Glaubens nach Osten gesprochen wurde. „In modernen Zeiten ist die Faszination dieses Ritus teils verloren gegangen: wir haben die Sensibilität für die Sprache des Kosmos verloren. Uns ist natürlich das Glaubensbekenntnis geblieben, das sich an der täuflichen Befragung orientiert, und die der Zelebration einiger Sakramente eigen ist. Diese bleibt in ihrer Bedeutung dennoch intakt.“ Christ zu sein heiße, so betonte der Papst, auf das Licht zu sehen und das Glaubensbekenntnis weiterhin im Licht abzugeben, auch wenn die „Welt von Nacht und Dunkel umhüllt ist.“
Zwar seien auch die Christen vor dem Dunkel nicht gefeit, doch, dank ihrer Taufe, seien sie „geostet“: „Wir sind diejenigen, die glauben, dass Gott Vater ist! Wir sind keine Waisen, wir haben einen Vater und dieser Vater ist Gott. Wir glauben, dass Christus mitten unter uns gekommen ist, und sich zum Begleiter vor allem der Ärmsten und Zerbrechlichsten gemacht hat: Das ist das Licht! Wir glauben, dass der Heilige Geist ohne Unterlass für das Wohl der Menschheit und der Welt arbeitet, und selbst die größten Schmerzen der Geschichte überwunden werden: Das ist die Hoffnung, die uns jeden Morgen aufs Neue erweckt.“
Das Entzünden der Taufkerze symbolisiert die Verbreitung der Auferstehung
Ein weiterer signifikanter Ritus im Rahmen der Taufe, so erinnerte der Papst, ist das Entzünden der Taufkerze an der Osterkerze, die in der Osternacht das Dunkel durchbricht und die Auferstehung Christi symbolisiert. Mit diesem Gestus erinnere man an die langsame Verbreitung der Auferstehung Jesu in die Leben aller Christen, so der Papst. „Das Leben der Kirche - jetzt werde ich ein etwas starkes Wort verwenden - ist Ansteckung durch Licht,“ betonte er. Die „schönste Aufforderung“, die wir uns gegenseitig machen könnten, sei diejenige, uns „stets an unsere Taufe zu erinnern“ - und dies sei eine Aufgabe für jeden einzelnen: sich an das Datum der Taufe zu erinnern, an dem wir „mit dem Licht Christi angesteckt worden sind.“
„Wir sind zweimal geboren", fuhr der Papst fort, „das erste Mal zum natürlichen Leben und das zweite Mal im Taufbecken, dank der Begegnung mit Christus. Dort sind wir für den Tod gestorben, um als Kinder Gottes in dieser Welt zu leben. Dort sind wir menschlich geworden, wie wir es uns niemals hätten vorstellen können! Das ist der Grund, aus dem wir alle den Duft des Chrisams verbreiten müssen, mit dem wir am Tag unserer Taufe gezeichnet worden sind.“
Zum „Christopherus“ werden
Es sei eine Gnade, wenn ein Christ tatsächlich „Christopherus“, also ein Träger Christi in der Welt werde, fuhr der Papst fort. Dies heiße, auch in schwierigen Situationen nicht die Hoffnung zu verlieren und vor allem denjenigen beizustehen, die schwierige Situationen durchlebten. „Was wird man in der Zukunft, in der man die Geschichte unserer Tage schreibt, über uns sagen? Dass wir zur Hoffnung fähig waren, oder dass wir unser Licht unter den Scheffel gestellt haben Wenn wir unserer Taufe treu sind, werden wir das Licht der Hoffnung Gottes verbreiten und den zukünftigen Generationen einen Grund für das Leben übermitteln.“
(rv 02.08.2017 cs) 

 

Angelus Gebet

Papst ruft zu Gebet für Portugiesen auf

Papst Franziskus hat zu Gebet für die von schweren Waldbränden getroffenen Portugiesen aufgerufen. Im Anschluss an das traditionelle Mittagsgebet auf dem Petersplatz gedachte er im stillen Gebet der Menschen, die durch die Brände getötet oder verletzt wurden. (rv)


Papst Franziskus hat zu Gebet für die von schweren Waldbränden getroffenen Portugiesen aufgerufen. Im Anschluss an das traditionelle Mittagsgebet auf dem Petersplatz gedachte er im stillen Gebet der Menschen, die durch die Brände getötet oder verletzt wurden. Bereits knapp sechzig Menschen sind den Waldbränden in der Region von Pedrógão Grande zum Opfer gefallen, zahlreiche Anwohner wurden evakuiert.
Am kommenden Dienstag, so erinnerte der Papst die Anwesenden, werde der Welttag des Flüchtlings begangen. Er forderte dazu auf, Flüchtlingen auch persönlich zu begegnen, um Ängste abzubauen und „verdrehte Ideologien“ zu zerstreuen. Die „konkrete Aufmerksamkeit“ gehe an Frauen, Männer und Kinder, die vor Konflikten, Gewalt und Verfolgung flöhen. Man solle für diejenigen beten, die auf dem Meer oder bei kräftezehrenden Überlandreisen ihr Leben verloren hätten, so die Bitte des Papstes. „Ihre Geschichten von Schmerz und Hoffnung können die Gelegenheit zu einer geschwisterlichen Begegnung und wahrem gegenseitigem Kennenlernen bieten.“
Der Papst kündigte außerdem an, an diesem Dienstag die Gräber von zwei italienischen Priestern zu besuchen, und dankte für das Gebet, das ihn auf dieser Reise begleiten werde.
Einen besonderen Gedanken reservierte er für die Delegation der Zentralafrikanischen Republik, die derzeit in Rom gemeinsam mit Vertretern der Vereinten Nationen und auf Einladung der Basisgemeinschaft Sant´Egidio an Friedensgesprächen teilnimmt. „Ich trage den Besuch, den ich im November 2015 in diesem Land gemacht habe, im Herzen“, so der Papst wörtlich. „Ich hoffe, dass mit der Hilfe Gottes und dem guten Willen aller der Friedensprozess wieder vollständig aufgenommen und gestärkt werde.” Dies sei, so betonte der Papst, eine notwendige Bedingung für Entwicklung.
Er werde an diesem Abend in der Lateransbasilika die Heilige Messe feiern, der die Prozession mit dem Allerheiligsten folgen werde, erinnerte Papst Franziskus noch. Er lade alle dazu ein, diesem Gottesdienst auch spirituell, über Radio oder Fernsehen, zu folgen. Dabei denke er insbesondere an Klausurgemeinschaften, Kranke oder Gefängnisinsassen.
Radio Vatikan überträgt den Gottesdienst und die anschließende Prozession ab 18.55 Uhr live und mit deutschem Kommentar über VaticanPlayer, Youtube und Facebook sowie über diverse Partnersender. 

 

 

 

 

29/03/2017 11:59SHARE:


Die enge Verbindung zwischen Glaube und Hoffnung hat Papst Franziskus bei der Katechese im Rahmen seiner Generalaudienz an diesem Mittwoch betont. Er meditierte vor rund 40.000 Gläubigen über den Brief des Apostel Paulus an die Römer, in der Paulus das Beispiel Abrahams anführt. Dieser gibt, trotz seines nahenden Todes und der Unfruchtbarkeit seiner Frau Sara, das Vertrauen in Gott nicht auf. Damit werde Abraham nicht nur „Vater des Glaubens“, sondern auch „Vater in der Hoffnung“, so Papst Franziskus bei seiner 16. Katechese zum Thema Christliche Hoffnung. Denn seine Geschichte verweise bereits auf die Auferstehung und neuen Lebens, das das Böse und den Tod selbst besiege, betonte er:
„Im Text heißt es, dass Abraham dem Gott glaubte, ,der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft (Rm 4,17)´; und dann wird ausgeführt: ,Ohne im Glauben schwach zu werden, war er, der fast Hundertjährige, sich bewusst, dass sein Leib und auch Saras Mutterschoß erstorben waren.´ Sieh, das ist die Erfahrung, die auch wir gerufen sind zu leben. Der Gott, der sich Abraham zeigt, ist der Gott, der rettet, der Gott, der aus der Verzweiflung und dem Tod heraus hilft, der Gott, der zum Leben ruft.“
Die Geschichte Abrahams sei zur Gänze ein Lobpreis Gottes, der erneuert und befreit, fuhr Papst Franziskus fort. Dieses Geheimnis feierten nun auch wir, in Kürze, mit dem Osterfest, denn „Gott hat Jesus von den Toten auferweckt,“ was auch für uns die Möglichkeit zur Auferstehung bedeute. Damit könne Abraham sich mit Recht als „Vater vieler Völker“ bezeichnen, betonte Franziskus.
„Paulus schärft unseren Blick für die enge Verbindung zwischen Glauben und Hoffnung. Er betont in der Tat, dass Abraham ,Gegen alle Hoffnung […] voll Hoffnung geglaubt´ hat. Unsere Hoffnung fußt nicht auf Überlegungen, Planungen und menschlichen Versicherungen; und sie tritt dort in Erscheinung, wo es keine Hoffnung mehr gibt, wo nichts mehr zu hoffen ist, gerade so wie es bei Abraham war, angesichts seines nahen Todes und der Unfruchtbarkeit seiner Frau.“
Diese große Hoffnung wurzele im Glauben, betonte der Papst, und gerade deshalb sei es ihr möglich, über sich selbst hinauszuwachsen. Wir seien aufgerufen, dem Beispiel Abrahams zu folgen, der trotz seiner objektiv hoffnungslosen Situation auf Gott vertraue.
„Ich würde euch gerne eine Frage stellen: Wir, wir alle, sind wir davon überzeugt? Sind wir davon überzeugt, dass Gott uns liebt und dass er bereit ist, all seine Versprechen zu erfüllen? Aber, Pater, was müssen wir dafür bezahlen? [Der Herr antwortet:] “Es gibt einen Preis: Das Herz öffnen.“ Öffnet eure Herzen und diese Kraft Gottes wird voran bringen und wunderbare Dinge vollbringen und euch lehren, was die Hoffnung ist. Das ist der einzige Preis: Das Herz für den Glauben öffnen, und Er wird den Rest erledigen.“
(rv 29.03.2017 cs)
PapstFranziskusGeneralaudienz

 

 

 

Kurienreform à la Franziskus
Veröffentlicht am 22. Dezember 2016


Alle Jahre wieder, ist man versucht zu sagen: Der Papst setzt die Reform der Kurie auf die Tagesordnung, und zwar immer beim Weihnachtsempfang für die höheren Kurienmitarbeiter, vor allem also die Kardinäle und Bischöfe, die in der Kurie – den Dikasterien, wie das hier heißt – arbeiten.


Papstansprache in diesem Jahr

Diese Ansprachen an die höheren Kurienmitarbeiter finden traditionell jedes Jahr statt, der Papst wünscht ein Frohes Fest und nutzt die Gelegenheit zu grundsätzlichen Überlegungen. Das erste Mal wirklich öffentliche Aufmerksamkeit bekam diese Ansprache aber erst 2005, als Papst Benedikt XVI. diesen Rahmen nutzte, um über die Hermeneutik der Reform zu sprechen, die er einer Hermeneutik des Bruchs gegenüber setzte.
„Reform“ war also schon bei Benedikt Thema, seit dem Amtsantritt von Franziskus ist das aber noch systematischer geworden, und der Papst sagt auch, warum: Das sei dem zu wählenden Papst vom Konklave mitgegeben worden.

Im vergangenen Jahr hat Papst Franziskus betont, dass die Reform der Kurie „mit Entschlossenheit fortgesetzt“ wird. Das Jahr zuvor hatte er eine der am meisten berichteten Ansprachen gehalten, die berühmt gewordenen fünfzehn Krankheiten der Kurie, „spiritueller Alzheimer“ ist hängen geblieben. Diese Ansprache hat er dann 2015 wieder aufgegriffen: „Einige dieser Krankheiten sind im Laufe dieses Jahres aufgetreten; sie haben dem gesamten Leib nicht unerhebliche Schmerzen zugefügt und viele Menschen innerlich verletzt.“

 

„Reform“ war schon bei Benedikt Thema
 

Dieses Jahr also wieder, und zwar zwölf – kurze und knappe – Kriterien für eine Reform. Das die einzelnen Ansprachen auch innerlich zusammen hängen, wird nicht nur dadurch deutlich, dass der Papst sich selber zitiert und diese Zusammenhänge auch deutlich macht. Man sieht es auch ganz konkret, wenn man sich die Reformschritte ansieht, die um uns herum passieren.

Zwei Dinge sind wichtig: Erstens der Gedanke der Bekehrung. In allen Ansprachen kommt die persönliche Ebene vor der strukturellen. Reform macht nur Sinn und ist nur nachhaltig, wenn sie den Einzelnen reformiert, oder besser: wenn dieser sich bekehrt. Ohne Jesus im Zentrum funktioniert gar nichts, möchte ich das übersetzen.

Zweitens: die Schattenseiten. Heute waren es die „bösartigen Widerstände“, die der Papst nannte, in der Vergangenheit die Krankheiten etc. Man darf nicht naiv sein bei der Umsetzung von Reform, scheint der Papst zu sagen.

Franziskus ist realistischer geworden. Die zwölf Kriterien sind geerdeter als die Tugenden oder zuvor die Barmherzigkeit und die Krankheiten. Und das ist ja auch folgerichtig, das sind die „Mühen der Ebene“. Die Reform geht weiter.

 

Nachtrag

In einem frei gehaltenen Teil im Anschluss an die Rede in diesem Jahr berichtet der Papst, woher er den Gedanken der fünfzehn Krankheiten hat. Ich bin ein wenig froh, dass ich mit meiner Diagnose vor einiger Zeit recht hatte. Das tut auch mal gut.

 

 

80. Geburtstag vom Heiligem Vater

 

Allen wünsche ich einen schönen Tag. Gesegnete Mahlzeit und auf Wiedersehen, und betet für mich!