Weihbischof Ansgar Puff

 



 

29.09.2018

Domwallfahrt: Weihbischof Ansgar betet für Familiennachzug
Andacht für Geflüchtete
Im Rahmen der Domwallfahrt hat Weihbischof Ansgar Puff am Samstag eine Andacht im Kölner Dom für und mit Geflüchteten gehalten. Dabei sprach er sich für den Nachzug von Familienangehörigen von hier lebenden Menschen mit Fluchthintergrund aus.

"Ehe und Familie stehen in Deutschland unter einem besonderen Schutz. Da ist es schwer erträglich und nicht zu verstehen, dass tausende Asylsuchende in Deutschland um den Verbleib ihrer Angehörigen in Kriegsgebieten seit Jahren bangen müssen“, predigte Weihbischof Ansgar Puff am Samstag.

"Festgelegtes Gut der Einheit der Familie garantieren"

"Heute sind wir zusammengekommen, um für die Menschen zu beten, die sehnsüchtig darauf warten, ihre Familienangehörigen in die Arme zu schließen. Beten wir auch für die Verantwortlichen der Bundesregierung, dass sie endlich den Mut haben, auch für Geflüchtete das in der Verfassung festgelegte Gut der Einheit der Familie zu garantieren“, so Weihbischof Puff weiter.

 

 Im Jahr 2016 setzte die Bundesregierung das Recht auf Familiennachzug für subsidiär Geschützte für zwei Jahre komplett aus. Die Bundesregierung begrenzte in diesem Jahr die Erteilung von Visa für Angehörige von subsidiär Geschützten auf 1.000 pro Monat. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 hielten sich rund 192.000 Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus in Deutschland auf – etwa 133.000 von ihnen kommen aus Syrien. (pek180929-mth)

(Erzbistum Köln)

 

 

Weihbischof Puff zeigt sich im Bonner Finanzskandal kritisch

Kopfschütteln und Vorwürfe
Der Kölner Weihbischof Ansgar Puff hat sich zum millionenschweren Finanzskandal in der Bonner Münsterpfarrei zu Wort gemeldet. Die rund zwei Millionen Euro, um die es gehe, seien "keine Peanuts".

Das sagte er der "Bild"-Zeitung (Samstag). Für die Pfarrgemeinde sei es "viel Geld". Daher verstehe er, "dass viele Menschen jetzt den Kopf über Monsignore Schumacher schütteln und ihm Vorwürfe machen".

Der langjährige Bonner Stadtdechant Wilfried Schumacher war am 11. Mai von seinen Ämtern zurückgetreten. Laut Erzbistum Köln wurden zwischen 2009 und 2014 rund zwei Millionen Euro aus dem Substanzvermögen unzulässig verwendet, um Löcher im Etat der Pfarrei zu stopfen. Persönliche Bereicherung wird weder Schumacher noch dem Rendanten (Finanzverwalter) unterstellt.

"Erzwungener Amtsverzicht"

Eine Initiative um den früheren Arbeitsminister Norbert Blüm (CDU) und Ex-Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch (SPD) wendet sich gegen den aus ihrer Sicht "erzwungenen Amtsverzicht", der "innerhalb von 22 Stunden" erfolgt sei. Dazu erklärte Weihbischof Puff, die Stimmung in Bonn sei "nicht so pro Schumacher, wie es die Unterzeichner der Petition glauben lassen wollen".

Die Initiatoren hatten die Petition am Mittwoch mit rund 1.500 Unterschriften an die Deutsche Bischofskonferenz übermittelt. Sie fordern ein zweites externes Gutachten, in dem auch eine mögliche Verantwortung des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki untersucht werden soll.

(KNA)