Der Pastorale Zukunftsweg

Als Christen im Erzbistum stehen wir vor einer großen Herausforderung: Wir wissen, dass unsere Form des Kirche-Seins heute an vielen Stellen nicht mehr mit der aktuellen Lebensrealität der Menschen zusammenpasst. Dass wir viele Menschen nicht mehr erreichen – weil wir zu lange an alten Routinen festgehalten haben, weil wir uns zu viel mit uns selbst beschäftigt haben und das Leben „draußen“ darüber vergessen haben. So haben wir selbst an missionarischer Kraft verloren.

 

 Auf dem Pastoralen Zukunftsweg ist unser Erzbistum in den letzten Jahren wirklich in Bewegung gekommen. Eine erste Phase   war gekennzeichnet durch das Nachdenken über unsere Haltungen und unsere kirchlichen Routinen und durch einen geistlichen   Aufbruch. Es ist jetzt an der Zeit, gemeinsam mit Ihnen auch konkrete Schritte zu gehen. Das Ziel der „Aktuellen Etappe“ unseres   Zukunftswegs ist es deshalb, eine gemeinsame Vision für das Erzbistum Köln im Jahr 2030 zu entwickeln, wie wir unter den     veränderten Gegebenheiten in Zukunft Kirche sein wollen. Die Erarbeitung dieses gemeinsamen Zielbildes geschieht durch die   Überlegungen in fünf Arbeitsfeldern und mit Beteiligung unseres gesamten Erzbistums.
 
 Rainer Maria Kardinal Woelki

 

 

 

Erfkentnisse aus den  Regonalforen

Auf drei Regionalforen in Köln, Euskirchen und Düsseldorf haben hunderte Teilnehmer über die Zukunft des Erzbistums Köln debattiert. Zu Beginn feierten die Gläubigen jeweils einen Gottesdienst mit dem Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. In seiner Predigt spricht er davon, dass, wer Christus kenne, ungewohnte Wege riskieren und für ihn gehen und arbeiten kann. Der Erzbischof bedankt sich außerdem bei den Teilnehmern der Foren dafür, dass sie mit Glaube, Hoffnung und Liebe das kirchliche Leben vor Ort mitgestalten.

 

 

 

 

Zeit

Alles hat seine Stunde.
Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben
,eine Zeit zum Pflanzen und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
eine Zeit zum Töten und eine Zeit zum Heilen,eine Zeit zum Niederreißen und eine Zeit zum Bauen,
eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen,
eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz,
eine Zeit zum Steinewerfen und eine Zeit zum Steinesammeln,eine Zeit zum Umarmen und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
eine Zeit zum Suchen und eine Zeit zum Verlieren, eine Zeit zum Behalten und eine Zeit zum Wegwerfen,
eine Zeit zum Zerreißen und eine Zeit zum Zusammennähen,
eine Zeit zum Schweigen und eine Zeit zum Reden,
eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen,eine Zeit für den Krieg und eine Zeit für den Frieden.
Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan.
Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt,
doch ohne, dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat,
von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.

Koh 3,1-8.11

 

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